Schloss

Amtshaus der Grafen von Hanau Lichtenberg Erbaut 1728 – 1732 von Johann Ellmenreich, Meisterpolier des Barockbaumeisters Franz Beer. Nach dem Übergang an Baden 1803 war das Gebäude Großherzoglich Badisches Bezirksamt mit Amtsgericht bis zur Auflösung des Amtes 1881. Ab 1892 Heim für epileptische Kinder im Großherzogtum Baden. Heute Schule und Verwaltung der Heilerziehungspflege.

Amtsbotenhaus

1764 erbaut von den Landgrafen von Hessen Darmstadt. Der gräfliche Amtsbote hatte den Beamten zu Diensten zu stehen, wenn Botengänge oder Vorladungen anstanden. Das Haus ist heute in Privatbesitz

Alte Landschreiberei

Erbaut 1714 – 1718 von unter Amtsschultheiß Friedrich Wildermuth. Erster und ältester Korker Amtsbau. Man würde ihn heute als Landratsamt bezeichnen. Er besteht aus drei Baukörpern, die sehr geschickt zu einem Bau zusammengefügt wurden. Das Gebäude ging 1892 in den Besitz der heutigen Diakonie Kork über, die das Haus heute als Cafe-Restaurant für behinderte und Nichtbehinderte nutzt.

Neue Landschreiberei

Erbaut 1736 von Ludwig VIII von Hessen- Darmstadt durch Rat- und Landschreiber Friedrich Wildermuth. Wildermuth wohnte vorher im Schloß, aber durch den Herrschaftswechsel 1736 wollte Amtmann Bassy dort einziehen. So wurde ein weiteres Dienstgebäude gebaut.

Volksschule

erbaut 1902 In diesem Jahr hatte die alte Schule auf dem Bühl ausgedient. Das Gebäude entspricht dem damaligen neuen Geschmack an Sichtbacksteinen, der mit den Preußen nach 1871 hierher kam. Im Moment wird dieses Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt

Lateinschule

Höhere Bürgerschule 1812 gegründet. 1786 von Michael Walter erbautes Fachwerkhaus. Dekan Gottlieb Bernhard Fecht gründete 1812 in diesem Haus eine Lateinschule, um den Dienern des Staates zu ermöglichen, ihren Kindern eine höhere Bildung zu geben als es in den Volksschulen möglich war. Durch Großherzogliche Verordnung wurde die Lateinschule 1834 in eine höhere Bürgerschule umgewandelt. 1880 wurde die Schule aufgelöst, nicht zuletzt aus mangelndem Interesse der Gemeinde. Das Amt wurde 1881 nach Kehl verlegt. Nun konnten die Beamten Ihre Kinder in Straßburger Gymnasien schicken.

Korker Bühl

Seit dem 7. Jahrhundert Gerichtsplatz der fränkischen Korker Mark. 778 erste Erwähnung der Korker Kirche und des Korker Hofs. Der Korker Hof war eine Freistätte der Straftätern Asyl bot. Bis zum Gerichtstag der Mitte Mai abgehalten wurde, waren sie vor Strafverfolgung geschützt. Dies galt allerdings nur innerhalb des Korker Hofs. 1476 Entstehung des Korker Waldbriefes, eine Art Gesetz zur Erhaltung und Nutzung des Korker Waldes. Die Waldnutzung war im Mittelalter lebenswichtig, da nicht nur Bau- und Brennholz aus dem Wald genommen wurden. Auch die Schweinemast (Eckernrecht) war überlebenswichtig. Da es immer wieder Streit wegen der Waldgrenzen gab, entstand die Stierlaufsage.

Die Stierlaufsage im Korker Waldbrief von 1476

berichtet, dass ein kräftiger, aber blinder Stier durch seinen Lauf die Grenzen des Korker Waldes festgelegt hat. Damit endeten alle Streitigkeiten, die vorher oft Mord und Totschlag bedeuteten. Der Tod des Stiers hier auf dem Platz, durch den Stich ins eigene Herz, ist als Opfer für die Gemeinschaft zu verstehen. Der Ursprung der Sage geht hat seine Wurzeln in der Zeit der Christianisierung von Kork im 6. Und 7. Jahrhundert. Die darin enthaltenen Symbole: Kraft – Unbestechlichkeit – Opfersinn sollen auch kommenden Generationen ein Leitbild sein.

Altes Schulhaus

1780 erbaut unter Schultheiß Johann August Hess. 1902 wurde die Schule geschlossen. Von 1924 – 1964 hatte hier David Steurer einen Kolonialwarenladen mit Geschirr und Stoffen.

Gasthaus Krone

1635 erste urkundliche Erwähnung des Besitzers Ambrosius Göpper als Kronenwirt. Johann Rintz, Schwiegersohn des letzten Göpper, erbaut 1734 das jetzige Fachwerkhaus. 1945 endet die Gasthaustradition. 1993 – 1996 Generalsanierung des Gebäudes und Einrichtung von 11 Wohneinheiten

Dorfkirche Kork

Missionierung durch irische Mönche im 7. Jahrhundert, bau einer Kapelle. 778 erste Urkundliche Erwähnung der Kirche durch eine Schenkungsurkunde des Straßburger Bischofs Remigius. Um 1450 wird an die romanische Kirche ein Chor mit Fresken angebaut. 1545 Einführung der Reformation durch den Straßburger Reformator Anselm Pflüger. 1732 Langhaus und Turm werden gebaut. Der Chor mit den Fresken wird beibehalten. Auf der Turmspitze eines der schönsten Turmkreuze Süddeutschlands. 1765 Glocken von Mathäus Edel aus Straßburg. 1778 Einbau der barocken Orgel von Markus-Georg Stein und der Kanzel im französischen Empire-Stil. 1936 wird die große Orgel eingebaut und mit der barocken Orgel zu einem Gesamtwerk vereinigt. Im zweiten Weltkrieg werden drei Glocken abgenommen. Eine Glocke kehrt 1948 unversehrt zurück. 1989 Orkan Lothar knickt das 2,80m hohe Turmkreuz ab. Im Jahre 2000 wird das Turmkreuz restauriert und Hahn und Knauf neu vergoldet.