Anreise und Campingplatz

Von Frederiksten sind wir über Frederikstad durch die Provinz Østfold nach Oslo gefahren. Am Abend haben wir einen Stellplatz oberhalb des Holmenkollen, dem Hausberg von Oslo, angefahren. Leider war das Wetter sehr schlecht. Es hat geregnet und am späteren Abend zog so dichter Nebel auf, dass wir das Wohnmobil nicht mehr verlassen haben. 

Am nächsten Tag sind wir auf den Campingplatz Bogstad gefahren. Der Campingplatz liegt etwas oberhalb der Innenstadt und hat eine schnelle Busverbindung. Durch den Regen waren auch hier die Plätze aufgeweicht, wir haben aber einen etwas erhöhten, annehmbaren Platz für das Wohnmobil gefunden. 

Stadtbesichtigung

Wir sind am Tag zu einer ausgiebigen Besichtigung der Stadt und des Hafens aufgebrochen. Zunächst haben wir den Marktplatz mit dem Blumenmarkt angesteuert. Direkt am Marktplatz ist die Domkirke von Oslo. Der Dom wurde in den Jahren 1694–1697 erbaut. Die Kanzel, die Altartafel und die Orgelfassade mit Akanthus-Schnitzereien sind noch original erhalten. Die Glasmalereien stammen von Emanuel Vigeland, dem Bruder von Gustav Vigeland. Der Künstler Hugo Lous Mohr hat im Osloer Dom umfassende Deckengemälde gestaltet. Die Bronzetüren wurden vom Bildhauer und Maler Dagfin Werenskiold gestaltet. Die Orgel wurde 1997–1998 von der norwegischen Orgelbaufirma Ryde & Berg hinter dem historischen Prospekt von Lambert Daniel Kastens (1726–1729) neu erbaut.

Im Zentrum der Stadt, direkt am Oslofjord, steht das imposante Rathaus von Oslo. Der Bau wurde nach der Unabhängigkeit Norwegens von Schweden (1905) beschlossen und 1950 endgültig fertiggestellt. Das Rathaus besteht aus einem zentralen Bau, in dem sich das Stadtparlament und die Festräume befinden, und zwei Türmen mit Büroräumen für etwa 450 Angestellten der Stadtverwaltung. Der Ostturm ist 66, der Westturm 63 Meter hoch. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt 4.560 m2, die gesamte Nutzfläche etwa 38.000 m2. Die zentrale Halle hat eine Fläche von 1.500 m2 und ist 20,8 m hoch.

In Oslo befindet sich das norwegische Parlament (Storting). Das Gebäude hat eine lange Geschichte, die schon im 9. Jahrhundert beginnt. Ab 1914 tagt hier die norwegische Nationalversammlung.

Vom Rathaus aus liegt im Süden die Hafenpromenade, die zum Hafenviertel Aker Brygge, eine Shopping- und Restaurantmeile mit besonderem Flair führt. Am Kai finden Sie einige der besten Speiselokale Oslos sowie exklusive Modegeschäfte in einer Einkaufspassage.

 

Folkemuseum

Das Norsk Folkemuseum (übersetzt: Norwegisches Volksmuseum) auf der Halbinsel Bygdøy in Oslo ist das zentrale kulturhistorische Museum Norwegens. Auf einem großen Freigelände wurden historische Gebäude aus ganz Norwegen wieder aufgebaut. Besonders sehenswert sind

  • Stabkirche von Gol: die typisch norwegische Stabkirche stammt aus Hallingdal und wurde um ca. 1200 erbaut. 
  • Wieder aufgestellt wurde eine Sammlung von Stadthäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Sie stammen überwiegend aus Oslo und den Vorstädten. 
  • Auch eine große Sammlung landwirtschaftlicher Gebäude, Haupthäuser und Speicher (z. B. Stabbur,  ein Lebensmittelspeichergebäude auf einem norwegischen Bauernhof). Diese Gebäude sind teilweise sehr alt.
  • Gezeigt wird auch eine alte Dorfschule aus dem 19. Jahrhundert. 
  • Auch neuere Gebäude aus dem 20. Jahrhundert (z. B. eine Tankstelle, Mietshäuser etc.)

Das Museum hat ein sehr großes Gelände. Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Im Cafe konnte man sich aber etwas stärken, wenn auch alkoholische Getränke unerschwinglich sind.