St. Mary's Lighthouse

Nach Anlegen der Fähre wollten wir zunächst ausgiebig frühstücken. Zunächst mussten wir aber die Kontrolle durch die "Immigation Control", bei der die Grenzbeamten auch das Wohnmobil besichtigten und sich alles öffnen ließen. Etwas ungewohnt, im "freien Europa".

Im Hafen von Newcastle, der wie in Industriegebiet aussieht, wollten wir nicht anhalten. Wir haben uns entschlossen, zum Leuchtturm St. Mary bei Whitley Bay an der Küste nördlich von Newcastle zu fahren und dort eine Pause zu machen. Es stellte sich heraus, dass das eine gute Idee war, der Leuchtturm und das Meer bieten ein wundervolles Panorama.

Nach dem Frühstück und einem kleinen Spaziergang sind wir in Richtung Edinburgh aufgebrochen, wo wir den Campingplatz Mortonhall rechtzeitig erreichen wollten. Die Fahrt führte über Coldstream, wo wir die Grenze zu Schottland passierten, nach Edinburgh. Wir überquerten den Fluss Tweed, den Grenzfluss zwischen England und Schottland. In Edinburgh führte unser Navi direkt zum Campingplatz "Mortonhall" im Süden von Edinburgh, wo wir uns für 2 Nächte einmieteten.

Edinburgh

Am Montagmorgen haben wir einen großen Spaziergang durch Edinburgh angetreten. Edinburgh ist eine schöne alte Stadt, die auch das "Athen des Nordens" genannt wird. Dieser Beiname besteht zu recht wegen der vielen klassizistischen Gebäude, die der Stadt ein großartiges, repräsentatives Aussehen geben. Edinburgh ist die Hauptstadt Schottlands, obwohl sie mit 435.790 Einwohnern nur die zweitgrößte Stadt nach Glasgow ist.

Nach einer schönen Busfahrt vom Campingplatz Mortonhall aus in die Innenstadt haben wir zunächst die große Einkaufsstraße - die Princess-Street - mit ihren Kaufhäusern und modernen Geschäften besichtigt. Nach einem kleinen Abstecher in das Tourist-Board (wo wir einen Dudelsackpfeifer in schottischer Tracht als Straßenmusikant gesehen haben - sind wir über die North-Bridge in die Altstadt gegangen. Hier sieht die Stadt ganz anders aus. Viele Souvenierläden, Wollgeschäfte, Whiskyläden und Kneipen. Marlies hat einen schottischen Wollschal (mit Tartanmuster) erworben, bevor wir am Gassmarket in Maggie-Dicksons-Pup zu Mittag gegessen haben. Da St.-Patrick's-Day war, haben wir viele fröhlich feiernde Schotten gesehen. Die Kneipe war ganz grün. Es handelt sich zwar um einen irischen Feiertag, aber in Schottland wird auch diese Gelegenheit zum Feiern und Trinken genutzt.

Eine Besichtigung der Kathedrale St.-Giles schloss sich an. Diese Mittelalterliche Kirche wurde etwa seit dem Jahr 1120 gebaut. Nach einem Brand im Jahr 1385 wurde die Kirche im Stil der Gotik wiederaufgebaut; der Turm wurde erst im Jahr 1495 fertiggestellt. In der Kirche sind herrliche Glasfenster zu sehen, u. a. das The Burns Window des isländischen Künstlers Leifur Breidfjörd aus dem Jahr 1985.

Am Ende unseres Spaziergangs haben wir die Burg (Edinburgh Castle) besichtigt. Da wir schon ziemlich k.o. von dem langen Spaziergang waren, haben wir nur den öffentlich zugänglichen Teil der Burg angesehen. Von der Burg und dem großen Burghof aus hat man einen schönen Rundblick über die ganze Stadt.